Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese
vom 26.05.2026
vom Freundeskreis christlicher Dichter und Internetevangelisten (FCDI)

Autor: Martin Meißner

Lebe ich in Ehrfurcht vor Gott?

Deshalb, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns Gnade haben, durch die wir Gott wohlgefällig dienen mögen mit Frömmigkeit und Furcht.

Hebräer 12,28


Große, heilge Dinge werden
in dir gepredigt, wie auf Erden
sonst unter keinem Volk man hört.
Gottes Wort ist deine Wahrheit,
du hast den Geist und hast die Klarheit,
die alle Finsternis zerstört.
Da hört man fort und fort
das teuer werte Wort, ewger Gnade.
Wie lieblich tönt, was hier versöhnt
und dort mit ewgem Leben krönt!

aus 'Gottes Stadt ist fest gegründet' von Philipp Spitta (1801 - 1859)


Frage:

Was bedeutet es, in Ehrfurcht vor Gott zu leben?

Zum Nachdenken:

Bei Gottesdienstbesuchen habe ich immer wieder eine lähmende Eintönigkeit empfunden. Eine Routine, die meinen Geist nicht wachgerüttelt hat. Pflichtschuldig wurden die Liturgie, Lieder und Gebete abgehandelt. Bei manchen Christen kommt noch eine selbst definierte oberflächliche Frömmigkeit hinzu.
Auch eigene Gebete können zur Routine werden: dieselben Worte, dieselbe Gebetsliste. Oh, welche Lauheit stellt sich ein. Jesus aber lässt seine Gnade immer wieder überfließen und beschenkt mich. Ich antwortete IHM mit einer Ehrfurcht, die IHN in aller Demut verherrlicht. In Seinem Lichte sehe ich meine Sünden und ich kehre immer wieder um zu meinem Heiland: in Demut, Reue und Ehrfurcht. Auch das kann sich immer wieder anders gestalten, manchmal bin ich tief betrübt, manchmal freudig in Erwartung Seiner Nähe.